Lawinen Sicherheit

Das beste LVS-Gerät

Das beste Lawinenverschüttetensuchgerät ist das, welches man nicht benötigt! Das Video oben ist sehr gut gemacht und zeigt in sehr anschaulicher Weise, um was es bei Lawinensicherheit geht. Natürlich ist es wichtig, ein für sich perfektes LVS-Gerät zu haben, allerdings ist das nicht das ganze Bild!

Zu einem gut geplanten Tag in den winterlichen Bergen gehören folgende 5 Punkte:

  • Ausrüstung
  • Training
  • Vorhersage
  • Situation bewerten
  • Gefahrenbereiche meiden

Ausrüstung

Zur absoluten Standardausrüstung eines jeden Tourengehers und Freeriders sollte neben dem passenden LVS-Gerät eine Lawinen-Sonde und eine Lawinen-Schaufel sein. Oft gibt es diese im Set, somit hat man direkt seine Grundausrüstung zusammen.
Eine weitere Möglichkleit, seine eigene Lawinensicherheit zu erhöhen ist der Gebrauch eines ABS Rucksacks. Ein solcher Rucksack soll mit seinem aufgehenden Luftkissen ein Einsinken in den Schnee verhindern. Die Möglichkeit nach einem Lawinenabgang oberhalb der Schneedecke zum Stillstand zu kommen kann so erhöht werden.

Training

Viel Wissen über Lawinen kann man sich mit Büchern oder Seminaren aneingnen. Aber es gibt nur einen Weg, den richtigen Umgang mit seinem Equipment zu lernen. Und das ist mit einem Lawinen-Sicherheits-Training. Hier gibt es ein reichhaltiges Angebot. Bei vielen Touren- und Freeride-Kursen des DAV gehören solche Trainings zu den Grundvoraussetzungen der Teilnahme und werden während der Kurstage aufgefrischt.
Wie im Video beschrieben: Nehmt niemanden mit auf eine Tour oder zum Freeriden, der nicht über die nötige LVS-Ausrüstung und über ein notwendiges Training verfügt!!!

Vorhersage

Sehr gute Vorhersagen über die aktuelle Lawinensituation gibt es beispielsweise auf lawine.tirol.gv.at. Diese Informationen werden im Winter täglich aktualisiert und sollten zur absoluten Pflichtlektüre eines jeden Tourengehers und Freeriders gehören. Wie man die Berichte richtig liest und interpretiert lernt ihr in einem LVS-Kurs.

Situation bewerten

Den aktuellen Lawinenlagebericht zu kennen ist gut, aber man muss sich immer vor Ort ein Bild der aktuellen Lage machen. Situationen können sich ändern, das Wetter kann umschlagen und so muss die Situation der geplanten Tour immer neu bewertet werden.
Des Weiteren ist es notwendig sein erlerntes Wissen auch aktiv am Berg anzuwenden. Oft gibt es starke Unterschiede beim Gefährdungslevel. Dies ist unter anderem abhängig von der Hangneigung und der Ausrichtung des Hanges.
Achtet auf eure Umgebung! Sehe ich bereits abgegangene Lawinen? Höre ich Geräusche beim Aufstieg. Das alles können Anzeichen sein. Mehr dazu ebenfalls im LVS-Kurs eures Vertrauens.

Gefahrenbereiche meiden

Um sich sicher in den lawinengefährdeten Bergen zu bewegen ist es wichtig, immer möglichen Gefahrenbereichen auszuweichen. Ein Hang über einer Klippe oder über Felsen birgt die Gefahr, dass man mit einer abgehenden Lawine über den Rand dieser Felsen gespült wird.
Auch sollte man vermeiden in möglichen Auslaufzonen von Lawinen zu stehen. Hat man den Hang hinter sich gebracht, sollte man direkt einen sicheren Platz aufsuchen.

Fazit – Lawinen Sicherheit

Wie wir gesehen haben ist es wichtig, ein sehr gutes LVS-Gerät immer bei sich auf Tour zu haben. Auch eine Schaufel und eine LVS-Sonde gehören in jeden Tourenrucksack!
Ohne das richtige Training oder mit Begleitern, die keine Ausrüstung haben oder im Umgang nicht richtig trainiert sind, begibt man sich in unsichere Situationen, die verhindert werden können!

Um euer Wissen bei der Tourenplanung ein wenig zu testen hat das neuseeländische Lawinenzentrum ein kleines Spiel online gestellt. Hierbei muss man eine Tour von der Ausgangshütte zum Gipfel planen. Betritt man virtuell einen gefährlichen Bereich, zeigt das die Website an, mit der entsprechenden Erklärung. Sehr interessant, wenn man im Sommer schon wieder über die Tourenplanung des Winters nachdenkt…

Schaut auf jeden Fall das Video oben! Eines der best produzierten Videos zum Thema Lawinen-Sicherheit, das ich bisher gesehen habe.